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Wohnsicherheit im Alter: 7 häufige Risiken im Zuhause

Wohnsicherheit im Alter wird oft erst dann zum Thema, wenn bereits etwas passiert ist. Ein Sturz, eine Unsicherheit beim Aufstehen, ein Beinahe-Unfall im Bad.


Dabei beginnt altersgerechtes Wohnen nicht mit einem Umbau – sondern mit einer strukturierten Betrachtung des Alltags.

Als Sachverständige für generationsgerechtes und barrierefreies Wohnen sehe ich immer wieder dieselben Risiken im Zuhause.Viele davon wirken harmlos – bis sie es nicht mehr sind.


Hier sind sieben typische Bereiche, die Sie prüfen sollten.


1. Lose Teppiche und ungesicherte Bodenbeläge

Teppiche, Kabel oder kleine Höhenunterschiede erhöhen das Sturzrisiko deutlich. Mit zunehmendem Alter verändern sich Gleichgewicht und Reaktionsgeschwindigkeit.

Was früher problemlos war, kann plötzlich unsicher werden.

Eine Frau im Wohnzimmer, die über ihren weissen Teppich stolpert

Prüfen Sie:

  • Sind Teppiche rutschfest fixiert?

  • Verlaufen Kabel außerhalb von Laufwegen?

  • Gibt es Schwellen zwischen Räumen?


2. Wohnsicherheit im Alter - Ungünstige Lichtverhältnisse

Gute Beleuchtung ist ein zentraler Faktor für Wohnsicherheit im Alter.

Dunkle Flure, starke Schatten oder blendende Spots erschweren die Orientierung.

Besonders nachts wird schlechte Beleuchtung zum Risiko.


Prüfen Sie:

  • Sind Hauptwege ausreichend beleuchtet?

  • Gibt es eine sichere Nachtbeleuchtung?

  • Sind Lichtschalter gut erreichbar?


Prüfen Sie:

  • Sind Teppiche rutschfest fixiert?

  • Verlaufen Kabel außerhalb von Laufwegen?

  • Gibt es Schwellen zwischen Räumen?


3. Fehlende Unterstützung im Badezimmer

Das Badezimmer gehört zu den sensibelsten Bereichen im Haushalt.

Nasse Oberflächen, glatte Fliesen und beengte Bewegungsflächen erhöhen das Sturzrisiko.


Prüfen Sie:

  • Gibt es Haltemöglichkeiten?

  • Ist der Einstieg in Dusche oder Wanne rutschfest?

  • Sind Armaturen stabil und gut erreichbar?


4. Verengte Laufwege

Möbel, Dekoration oder spontane Umstellungen können Bewegungsflächen einschränken.

Wohnsicherheit bedeutet auch, Wege realistisch zu bewerten – nicht nur optisch, sondern funktional.


Fragen Sie sich:

  • Können Sie sich sicher drehen?

  • Sind häufig genutzte Dinge ohne Strecken oder Bücken erreichbar?

  • Gibt es Engstellen?


5. Improvisierte Lösungen

„Ich halte mich am Waschbecken fest.“„Ich stütze mich am Türrahmen ab.“

Improvisierte Gewohnheiten ersetzen oft fehlende Unterstützung – bieten aber keine echte Sicherheit.


6. Unterschätzte Alltagsroutinen

Wohnsicherheit im Alter betrifft nicht nur bauliche Aspekte. Auch Routinen spielen eine Rolle:

  • Tragen Sie häufig schwere Gegenstände?

  • Nutzen Sie Hocker oder instabile Hilfsmittel?

  • Greifen Sie über Kopf nach Gegenständen?

Kleine Gewohnheiten können Risiken verstärken.


7. Gewohnheit ersetzt Wahrnehmung

Das Zuhause ist vertraut. Und genau deshalb werden Veränderungen oft nicht bemerkt.

Angehörige sehen Risiken manchmal früher – doch es braucht eine sachliche Grundlage, um darüber zu sprechen.


Fazit: Wohnsicherheit im Alter lässt sich prüfen

Wohnsicherheit im Alter ist kein Gefühl, sondern ein überprüfbarer Zustand.

Es geht nicht darum, alles umzubauen.

Es geht darum, strukturiert hinzusehen.


Eine Raum-für-Raum-Prüfung hilft, Risiken realistisch einzuschätzen und frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen – bevor Einschränkungen entstehen.


Nächster Schritt

Wenn Sie Ihre Wohnsituation systematisch prüfen möchten, habe ich einen strukturierten Selbstcheck entwickelt.

Er hilft, Alltagssicherheit sachlich einzuschätzen – ohne Termin, ohne Call, in Ihrem eigenen Tempo.


👉 Hier finden Sie die strukturierte Orientierung zur Einschätzung Ihrer Wohnsicherheit im Alter.



 
 
 

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