7 stille Gefahren im Zuhause älterer Menschen
- Claudia Angerer
- 12. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen
Oft wird das eigene Zuhause erst dann hinterfragt, wenn es unsicher geworden ist – nach einem Sturz, einem unsicheren Aufstehen oder einem Beinahe-Unfall im Bad.
Als Sachverständige für barrierefreies und generationsgerechtes Wohnen erlebe ich genau das immer wieder: Das Zuhause wirkt vertraut und „normal“ – und genau darin liegt das Risiko. Gefahren entstehen selten durch große, offensichtliche Mängel. Meist sind es kleine Details im Alltag, die über Sicherheit oder Sturz entscheiden.
Teppichkanten, fehlende Haltemöglichkeiten, ungünstige Laufwege, falsche Beleuchtung oder Möbel in der Bewegungszone. Dinge, die jahrelang funktionieren – bis Kraft, Gleichgewicht oder Reaktion sich verändern.
Wohnsicherheit beginnt deshalb nicht mit einem Umbau.Sie beginnt mit einem strukturierten Blick auf den Alltag.
Und genau hier setzt eine frühzeitige Analyse an: Risiken erkennen, bevor sie zu Folgen werden – und Lösungen planen, bevor Handlungsdruck entsteht.
7 häufige Risiken im Zuhause – die oft unterschätzt werden
Viele Gefahrenquellen sind keine spektakulären Baustellen. Es sind Alltagsdetails.
1. Lose Teppiche und fehlende Antirutschlösungen
Teppiche wirken gemütlich – werden aber schnell zur Stolperfalle. Besonders bei nachlassender Fußhebung oder unsicherem Gangbild reichen kleine Kanten oder Wellen.

2. Unzureichende Beleuchtung
Dunkle Flure, blendende Spots oder fehlendes Nachtlicht erhöhen das Sturzrisiko erheblich. Mit zunehmendem Alter verändert sich das Sehvermögen – Licht wird zum Sicherheitsfaktor.
3. Fehlende Haltemöglichkeiten im Bad
Das Badezimmer ist einer der häufigsten Unfallorte. Glatte Oberflächen, Feuchtigkeit und keine stabilen Haltegriffe – eine gefährliche Kombination.
Du möchstest Dein Zuhause prüfen? Dann schau mal hier:
4. Zu niedrige Sitzmöbel
Tiefe Sofas oder weiche Sessel erschweren das selbstständige Aufstehen. Die Folge: Unsicherheit, Kraftverlust und erhöhte Sturzgefahr.
5. Stolperstellen in Laufwegen
Kabel, kleine Beistelltische, Pflanzenständer oder Deko-Elemente im Bewegungsbereich – oft „unsichtbar“, bis es zu spät ist.
6. Ungünstige Aufbewahrungshöhen
Häufig genutzte Gegenstände zu hoch oder zu tief gelagert – Bücken, Strecken und Drehen unter Belastung erhöhen das Risiko.
7. Fehlende Struktur im Alltag
Nicht nur bauliche Aspekte zählen. Unklare Abläufe, Hektik oder fehlende Routinen erhöhen
ebenfalls die Unsicherheit – besonders bei beginnenden kognitiven Veränderungen.
Fazit
Wohnsicherheit im Alter bedeutet nicht, das Zuhause steril oder klinisch wirken zu lassen.Es geht um vorausschauende, strukturierte Anpassungen – damit Selbstständigkeit erhalten bleibt.
Denn Sicherheit entsteht nicht im Notfall. Sie entsteht in der Planung.
Eine Raum-für-Raum-Prüfung hilft, Risiken realistisch einzuschätzen und frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen – bevor Einschränkungen entstehen.
Nächster Schritt
Wenn Sie Ihre Wohnsituation systematisch prüfen möchten, habe ich einen strukturierten Selbstcheck entwickelt.
Er hilft, Alltagssicherheit sachlich einzuschätzen – ohne Termin, ohne Call, in Ihrem eigenen Tempo.

👉 Hier finden Sie die strukturierte Orientierung zur Einschätzung Ihrer Wohnsicherheit im Alter.



Kommentare