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7 stille Gefahren im Zuhause älterer Menschen

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Oft wird das eigene Zuhause erst dann hinterfragt, wenn es unsicher geworden ist – nach einem Sturz, einem unsicheren Aufstehen oder einem Beinahe-Unfall im Bad.


Als Sachverständige für barrierefreies und generationsgerechtes Wohnen erlebe ich genau das immer wieder: Das Zuhause wirkt vertraut und „normal“ – und genau darin liegt das Risiko. Gefahren entstehen selten durch große, offensichtliche Mängel. Meist sind es kleine Details im Alltag, die über Sicherheit oder Sturz entscheiden.


Teppichkanten, fehlende Haltemöglichkeiten, ungünstige Laufwege, falsche Beleuchtung oder Möbel in der Bewegungszone. Dinge, die jahrelang funktionieren – bis Kraft, Gleichgewicht oder Reaktion sich verändern.

Wohnsicherheit beginnt deshalb nicht mit einem Umbau.Sie beginnt mit einem strukturierten Blick auf den Alltag.

Und genau hier setzt eine frühzeitige Analyse an: Risiken erkennen, bevor sie zu Folgen werden – und Lösungen planen, bevor Handlungsdruck entsteht.


7 häufige Risiken im Zuhause – die oft unterschätzt werden

Viele Gefahrenquellen sind keine spektakulären Baustellen. Es sind Alltagsdetails.


1. Lose Teppiche und fehlende Antirutschlösungen

Teppiche wirken gemütlich – werden aber schnell zur Stolperfalle. Besonders bei nachlassender Fußhebung oder unsicherem Gangbild reichen kleine Kanten oder Wellen.



2. Unzureichende Beleuchtung

Dunkle Flure, blendende Spots oder fehlendes Nachtlicht erhöhen das Sturzrisiko erheblich. Mit zunehmendem Alter verändert sich das Sehvermögen – Licht wird zum Sicherheitsfaktor.


3. Fehlende Haltemöglichkeiten im Bad

Das Badezimmer ist einer der häufigsten Unfallorte. Glatte Oberflächen, Feuchtigkeit und keine stabilen Haltegriffe – eine gefährliche Kombination.


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4. Zu niedrige Sitzmöbel

Tiefe Sofas oder weiche Sessel erschweren das selbstständige Aufstehen. Die Folge: Unsicherheit, Kraftverlust und erhöhte Sturzgefahr.


5. Stolperstellen in Laufwegen

Kabel, kleine Beistelltische, Pflanzenständer oder Deko-Elemente im Bewegungsbereich – oft „unsichtbar“, bis es zu spät ist.


Deko Artikel können Stolperstellen im Alltag sein
Deko Artikel können Stolperstellen im Alltag sein

6. Ungünstige Aufbewahrungshöhen

Häufig genutzte Gegenstände zu hoch oder zu tief gelagert – Bücken, Strecken und Drehen unter Belastung erhöhen das Risiko.


7. Fehlende Struktur im Alltag

Nicht nur bauliche Aspekte zählen. Unklare Abläufe, Hektik oder fehlende Routinen erhöhen

ebenfalls die Unsicherheit – besonders bei beginnenden kognitiven Veränderungen.


Fazit

Wohnsicherheit im Alter bedeutet nicht, das Zuhause steril oder klinisch wirken zu lassen.Es geht um vorausschauende, strukturierte Anpassungen – damit Selbstständigkeit erhalten bleibt.

Denn Sicherheit entsteht nicht im Notfall. Sie entsteht in der Planung.


Eine Raum-für-Raum-Prüfung hilft, Risiken realistisch einzuschätzen und frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen – bevor Einschränkungen entstehen.


Nächster Schritt

Wenn Sie Ihre Wohnsituation systematisch prüfen möchten, habe ich einen strukturierten Selbstcheck entwickelt.


Er hilft, Alltagssicherheit sachlich einzuschätzen – ohne Termin, ohne Call, in Ihrem eigenen Tempo.


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